Homosexualität in der Bibel

Das Wort "Knabenschänder" bedeutet natürlich richtig: "Kinderschänder",

denn Gott liebt Mädchen und Jungen und fordert die Erwachsenen auf, alle Kinder vor Übergriffen zu schützen!

Leider gibt es auch heute noch Christen, die homosexuelle Menschen ablehnen oder sogar verurteilen.
Paulus mahnt:
*1  Aber auch ihr anderen - wer immer ihr seid - könnt euch nicht herausreden oder gar entschuldigen, selbst wenn ihr meint, alle verachten zu können, die solches Unrecht begehen. Klagt ihr nicht bei anderen an, was ihr selbst tut, und sprecht ihr euch damit nicht euer eigenes Urteil?
*2  Es steht fest, dass Gott über {alle} , die so handeln, ein gerechtes Urteil fällen wird.
Römer 2,1-2. „Hoffnung für alle“

Ich möchte zum besseren Verständnis beitragen und erläutere biblischen Schriftstellen, die   missverstanden werden können.

Die Bibel wird unterteilt in das Alte Testament, das sich überwiegend mit der Geschichte des Volkes Israel beschäftigt, und in das Neue Testament, das sich heute an alle Menschen wendet.


Zuerst betrachte ich die Gesetze des Volkes Israels, die im Alten Testament der Bibel in den Büchern Moses stehen.

Dem Volk Israel wurde zur Zeit des Sinai-Bundes, des Alten Bundes das Verbot: „Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es.“ in 3.Mo 18,22. und 3.Mo 20,13. gegeben.

Das noch sehr kleine Volk Israel war aus Ägypten befreit und endlich im versprochenen Land Kanaan / Palästina angekommen. Hier waren 2 Dinge wichtig:

*Israel sollte sich in jeder Hinsicht von den dort lebenden Völkern abgrenzen.
Zu deren religiösen Kulten gehörte auch die Überzeugung, dass „wenn der Same zweier Männer sich mischt und fällt zu Boden, dann sei die Fruchtbarkeit des Boden gewährleistet.“  Siehe hierzu meinen Artikel  „Römer 1“. Heute nennen wir diese Handlungen „Tempelprostitution“.

*Israel sollte wachsen.
So gab es z.B. das Gebot, der kinderlosen Witwe des Bruders einen Sohn durch den nächsten Bruder zu zeugen, damit der Name des verstorbenen Bruders weiter geführt werden konnte.
Jeder zeugungs- und gebärfähige Erwachsene hatte hier für das Volk Israel eine überlebenswichtige Pflicht.

Für das Volk Israel ging es ums Überleben sowie um die religiöse Abgrenzung gegenüber den anderen Völkern und Kulten im Land Kanaan.


Nun komme ich zum Neuen Testament der Bibel, das heute für alle gültig ist.

Durch Christi Opfer am Kreuz hat Gott den Neuen Bund mit ALLEN Menschen geschlossen!

Im Brief an die Römer ermahnt  Paulus  die Christen in Rom, die überwiegend aus den heidnischen Religionen kamen, nicht wieder an den heidnischen Tempelfesten teilzunehmen. Denn auch an den Tempeln in Rom gab es die „Tempelprostitution“ als Fruchtbarkeitskult, an denen die überwiegend heterosexuellen Menschen sich gleicher massen  beteiligten.
Das habe ich schon in meinem Artikel „Römer 1“beschrieben, ergänzend hierzu:
http://cott.lsbk.ch/Roemer.htm

Hier nun die anderen beiden Textstellen des Neuen Testamentes, aus denen manche Kirchen eine Verurteilung homosexueller Menschen ableiten.

1.Kor 6,9-10.
9 Oder wisst ihr nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht! Weder Unzüchtige[B] noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Lustknaben[C], noch Knabenschänder,  
B) o. Hurer 
C)w. Weichlinge; gemeint sind Männer, die sich sexuell missbrauchen lassen.
10 noch Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber  werden das Reich Gottes erben.
„Elberfelder Bibel“


1.Tim 1,8-10.
8 Wir wissen aber, dass das Gesetz gut ist, wenn jemand es gesetzmäßig gebraucht, 
9 indem er dies weiss, dass für einen Gerechten das Gesetz nicht bestimmt ist, sondern für Gesetzlose und Widerspenstige, für Gottlose und Sünder, für Heillose und Unheilige, Vatermörder und Muttermörder, Mörder,
10 Unzüchtige[A], Knabenschänder, Menschenhändler, Lügner, Meineidige, und wenn etwas anderes der gesunden Lehre entgegensteht,  
A) o. Hurer 
„Elberfelder Bibel“

Und dieselbe Textstelle in anderer Übersetzung:

1.Tim 1,8-10.
*8  Wir dagegen wissen: Das Gesetz des Mose ist gut, wenn es nur richtig gebraucht wird.
*9  Aber für wen gilt denn das Gesetz? Doch nicht für Menschen, die nach Gottes Willen leben, sondern für solche, die gegen das Recht verstossen und sich gegen Gott und seine Gebote wenden: Es gilt für Gotteslästerer und Gottesleugner, für Niederträchtige und Gewissenlose, für Mörder und Totschläger,
*10  für Menschen, die unmoralisch leben, Kinder sexuell missbrauchen, andere rücksichtslos ausbeuten; für Lügner und solche, die Meineide schwören, oder für Menschen, die in irgendeiner anderen Weise gegen Gottes Gebote verstossen.
„Hoffnung für alle“

siehe auch http://cott.lsbk.ch/1Kor6.htm


Es geht im Neuen Bund um den  sexuellen Missbrauch von Kindern und um Hurerei!

Die Bibel spricht eine männliche Sprache, so ist viel von „Söhnen“ und „Brüdern“ die Rede selten aber von „Töchtern“ oder gar „Schwestern“.
Zu biblischen Zeiten wurde den Männern ein viel grösserer Wert beigemessen, als den Frauen. Leider ist das auch heute noch in vielen Regionen dieser Erde der Fall.

Sicher liebt Gott die Mädchen ebenso wie auch die Jungen, und Er hasst absolut jede Form des sexuellen Missbrauches und genauso jegliche Ausbeutung von Kindern.
Aber es ist keine Frage zur sexuellen Ausrichtung des Erwachsenen.

Leider ist  Kindesmissbrauch heute so  alltäglich geworden. Aus den reicheren Ländern fliegen viele gerade deshalb in die ärmeren Länder dieser Welt, und die Mehrheit davon sind heterosexuelle Täter. Sextouristen werden sie genannt, die dort besonders die Notlage der Kinder ausnutzen.

Mit den Begriffen „Lustknabe“ und „Weichling“ sind Männer gemeint, die sich für Geld anbieten, dieses ist  „Hurerei“  und wird als solche auch verurteilt.
Die Kunden werden „Unzüchtige“ genannt, denn erst sie schaffen die Nachfrage nach Hurerei.

Wir leben seit Christi Opfer am Kreuz unter dem Neuen Bund Gottes mit ALLEN Menschen,
gleich welcher Identität oder sexuelle Orientierung!

Jeder Mensch ist der einmalige Ausdruck einer wundervollen Schöpfung.
Entdecke Deine Gaben, mit denen Du geschaffen wurdest, und LEBE !

Siehe dazu auch: http://cott.lsbk.ch/Bibel.htm